Was ist ein Klumpfuß

Definition:

Man unterscheidet zwischen einem primären (angeborenen) oder einem sekundären (erst später entstandenen) Klumpfuß.

Beim primären Klumpfuß (pes equino varus congenitus) handelt es sich um eine komplexe Fehlstellung (Deformation) des Fußes mit mehreren Komponenten. Besonders betroffen sind die knöchernen Fußwurzeln, die Bänder und Sehnen sowie einzelne Muskeln.

Der Klumpfuß hat in der Regel fünf Merkmale:
  1. Spitzfuß (equinus): Die Achillessehne ist verkürzt. Dadurch zieht sie die Ferse hoch und senkt den Vorfuß.
  2. Rückfußinversion (varus): Die Ferse ist nach innen gekippt.
  3. Supination: Die Fußsohle ist nach innen bzw. der Fußrücken nach außen gedreht.
  4. Sichelfuß (adductus): Der Mittel- und Vorfuß inkl. der Zehen zeigen nach innen. Der seitwärts gelegene Fußrand (lateral) ist gewölbt (konvex).
  5. Hohlfuß (cavus): Das Längsgewölbe des Fußes ist verstärkt. Der erste Strahl ist steil, d.h. der Mittelfußknochen zeigt nach unten.
Ursachen:

Die Ursachen des kongenitalen (angeborenen) Klumpfußes sind immer noch nicht eindeutig nachgewiesen.
Folgende möglichen Ursachen werden diskutiert:

  • Störung der fetalen Entwicklung:
    Das Stehenbleiben auf einer frühen Entwicklungsstufe mit Entwicklungsstörung der Muskulatur. Es konnten Bewegungseinschränkungen zwischen 7. und 10. Schwangerschaftswoche nachgewiesen werden. Diese Theorie wird heute am häufigsten befürwortet, vor allem nach den Arbeiten von Kawashima und Uhthoff (1990) und Fukuhara et al (1994)
  • Mechanische Faktoren:
    Fruchtwassermangel oder zu geringe intrauterine Platzverhältnisse (d.h.: zu wenig Platz in der Gebärmutter) und dadurch Entstehung einer Fehlhaltung im Mutterleib während der Schwangerschaft. Diese Ursachen alleine reichen nicht aus zur Entstehung eines „echten“ Klumpfußes!
  • Hereditäre (erbliche) Faktoren:
    Hat ein Elternteil einen Klumpfuß, ist die Chance, dass sein Kind mit einem Klumpfuß geboren wird, um das Vierfache erhöht.
  • Neuromuskuläre Faktoren:
    Diese werden heute als Ursache beim Klumpfuß im Rahmen einer angeborenen neuromuskulären Krankheit angesehen (Spina bifida - offener Rücken), Arthrogryposis (Gelenkversteifung und Muskeldefekte).
  • Dazu gibt es auch weitere, sog. prädisponierende Faktoren wie z.B. Nikotin, Alkoholabusus (übermäßiger Alkoholgenuss) oder die Einnahme anderer Suchtmittel während der Schwangerschaft, Umwelteinflüsse etc.

Der sekundäre Klumpfuß entsteht erst später z.B. durch eine neurologische Krankheit (schlaffe oder spastische Lähmung) oder Verletzung.

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